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Dienstag, 15.05.2018     Dr. Gregor Meder
  
                                  „Eine fast vergessene Bibliothek“                                                               Die Büchersammlung
                                   der ehem. Reichsabtei Werden

Wilhelm Stüwer (1980) stellte in seiner materialreichen Darstellung der Geschichte der Reichabtei Werden fest: „Die Säkularisation 1803 bedeutete das Ende der Werdener Bibliothek und ihre Verschleuderung in großem Stil.“ Damit teilt die Werdener Bibliothek das Schicksal vieler Bibliotheken: Brände und Raub sind die spektakulärsten Heimsuchungen, aber so erfahren wir immerhin von den gebrandschatzten Bibliotheken und ihren Bücherschätzen. Die Wertschätzung der Zeitgenossen konnte viele der Bibliotheken jedoch nicht vor der Zerstreuung und dem Vergessen bewahren. So gehört auch die Bibliothek der Abtei Werden zu den (fast) vergessen Bibliotheken. Die wertvollsten Stücke dieser Bibliothek befinden sich in der Berliner Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in Berlin und in der Universitäts- und Landesbibliothek in Düsseldorf. Bereits im 16. Jahrhundert wurde in der Klosterbibliothek der wohl wertvollste Bücherschatz der Bibliothek, die sagenhafte Silberbibel, entdeckt und kam kurze Zeit später über verschlungene Wege nach Uppsala. Zu den in Werden verbliebenen Schätzen gehören das umfangreiche Urkundenwesen, das altfränkische und altsächsische Sprachstände dokumentiert und von Friedrich Hugenpoet illustrierte Handschriften und Inkunabeln. Im Vortrag zeichnen wir die Geschichte der Bibliothek nach, die tatsächlich nicht nur Bestände in Düsseldorf, Berlin und Uppsala vermehrt hat. Auch in Werden und Kettwig sind ihre Spuren zu finden.

Dienstag, 11.09.2018       Dirk Hagedorn   
                                     Die Hespertalbahn
                                     und ihre industrielle Vergangenheit

In einem Bildvortrag nehmen wir Sie mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Hespertalbahn, die bis weit in das 19. Jahrhundert zurückreicht und fest mit der Industrie in ihrer Umgebung verbunden ist.
So war die Entwicklung der Industrie im Hespertal und der Erzgruben im Velberter Raum die Basis für die Entwicklung der späteren Hespertalbahn, die damit zu einer der ältesten Privatbahnen in Deutschland zählt. Schon 1852 begann der Bau einer Strecke, die als Pferdeeisenbahn betrieben und später dann auf Dampf- bzw. Diesellokomotive  umgestellt wurde. Das gesamte Streckennetz, der Verlauf und die Ausdehnung der Bahn waren nicht von Anfang an festgelegt, sondern veränderten sich im Laufe der Zeit genauso wie deren Spurbreite. Neben kleineren Betrieben wie Mühlen einer Ziegel oder Kalkbrennerei, Erz- oder  Kalkgruben, gehörte auch die Großindustrie wie die Phoenixhütte oder Zeche Pörtingssiepen und sogar das Kutel zu den Profiteuren und Nutzern der Bahn. Wurden noch bis 1973 - ehe die Zeche Pörtingssiepen stillgelegt wurde - Kumpel oder Kohle befördert, retteten 1975 Bahnfreunde die Bahn vor dem Abriss und konnten diese in eine Museumsbahn überführen und bis heute für die Nachwelt als technisches Denkmal erhalten und betreiben.