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Dienstag, 14.01.2020        Der Ruhrkampf            Dr. Ludger Fischer           

Als Werden im Zentrum der Weltpolitik stand - Die Ruhrbesetzung 1923
Der andauernde Frieden in Europa ist viel wert. Das Verhältnis von Franzosen zu Deutschen war aber nicht immer so entspannt wie in den letzten 75 Jahren.
Dafür war viel Verständnis auf beiden Seiten aufzubringen.
Der Werdener Schuldirektor und Stadtrat Franz Körholz hat es geschafft, schon 1929 über die sicher sehr belastende Ruhrbesetzung einen Bericht zu schreiben, der vollkommen frei von Hass, Chauvinismus und Revanchismus gegenüber Franzosen ist.
Ludger Fischer, dessen Großvater Johann als Eisenbahner aktiv am passiven
Widerstand im so genannten Ruhrkampf beteiligt war, würdigt in seinem Bildervortrag die Darstellung von Körholz und ergänzt sie um zahlreiche Fotos aus der für Werden und das Deutsche Reich bewegenden Zeit.

Dienstag, 11.02.2020        Dr. Georg Hirschland                  Norbert Fabisch
                                      Essen - Ruhr
                                      Franzenshöhe
                                      Aufstieg und Vertreibung einer
                                      bedeutenden Bankiersfamilie           

Auf dem Gelände des früheren Priesterseminars (heute Kardinal Hengsbach Haus) stand bis 1964 die Villa Hirschland. Der Kutschenhof, das Teehaus mit japanischem Garten und das Schwimmbad sind Überreste des ehemaligen Anwesens, das man sich als eine kleinere Ausgabe der Villa Hügel vorstellen darf. Von 1924 bis 1938 lebte hier Dr. Georg Hirschland mit seiner Familie. Die Villa erlebte Zeiten einer wirtschaftlichen Blüte, als das Bankhaus Hirschland nach den Wirren der Inflation der Ruhrindustrie mit amerikanischen Krediten wieder auf die Beine half. 1933 fand auf Initiative von Georg Hirschland in ihr die Gründungsversammlung der Reichsvertretung der deutschen Juden statt, um dem staatlichen Antisemitismus ein geschlossenes Auftreten der deutschen Juden entgegen zu setzen. Sie erlebte erregte Debatten wie die Familie sich gegen die Enteignung durch die Nazis wehren könne.
Davon soll in einem Vortrag von Norbert Fabisch die Rede sein.

Dienstag, 10.03.2020       Die Folkwang – Idee    Dr. Gisela Luther Zimmer
                                     „Hebung des Geschmacks durch die Kunst“   
                                     Karl Ernst Osthaus und die Folkwang-Idee

Karl Ernst Osthaus war Initiator und Organisator der Idee „die Schönheit wieder zur herrschenden Macht im Leben“ werden zu lassen, die später unter dem „Hagener Impuls“ oder der „Folkwangidee“bekannt wurde. Unter dem Einfluss der Reformbewegung um die Jahrhundertwende und mit Hilfe von Jugendstilkünstlern wie Henry van de Velde, Richard Riemerschmid oder J.L.M.Lauwericks versuchte Osthaus, Hagen zum Zentrum einer neuen Bewegung zu machen, in der die Kunst die Industrieregion beleben und die Lebensbedingungen der Menschen verändern
und verbessern sollte. In dem Vortrag werden die Bemühungen von Karl Ernst Osthaus um die Veränderung des Stadtbildes von Hagen und seine Sammlungen,
die diesem Ziel dienen sollten, vorgestellt und diskutiert.