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Dienstag, 09.04.2019           Sebastian Bank                Der Rathauskamin im    
19:30 Uhr Aula des GEW                                           Werdener Rathaus


Perle des Jugendstils
16. März 1914: „Eine neue Krupp-Schenkung für das Werdener Rathaus“.
Der 1912-13 erfolgte Umbau des Werdener Rathauses und zog eine umfangreiche
Veränderung der Innenräume mit sich.
Bisher wenigen bekannt, schenkte die Industriellenfamilie Krupp von Bohlen und
Halbach dafür einen Jugendstilkamin aus der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin.
Dieser ist sowohl in seiner technischen als auch künstlerischen Ausführung eine Meisterleistung und gehört zu den bedeutendsten Großobjekten der Manufaktur zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Deutlich wird dies nicht zuletzt an der prominenten Aufstellung am Treppenaufgang
des Gebäudes. Bei dem Vortrag geht der Kunsthistoriker Sebastian Bank auf jene technischen und künstlerischen Aspekte ein, zeigt Vergleichsbeispiele und verortet
das Objekt innerhalb der Schenkungen der Familie Krupp von Bohlen und Halbach an Städte und Institutionen im deutschen Kaiserreich.


Dienstag, 14.05.2019        Heinz-Josef Bresser         Der Hugenpoet-Psalter
19:30 Uhr Aula des GEW                                       Das Motiv: Gänse und Fuchs


„Fuchs, du hast die Gans gestohlen“
Die Reichsabtei Werden verfügte in ihrer Blütezeit über eine stattliche Bibliothek,
die im Obergeschoß des Nordflügels der Abtei untergebracht war und heute weit verstreut ist.
Der Hugenpoet-Psalter, ein Prachtexemplar der Werdener Mal- und Schreibschule
befindet sich heute noch in der Schatzkammer St. Ludgerus und stammt aus
der Zeit um 1500.
Er wurde von dem Konventualen Friedrich Hugenpoet geschrieben und gemalt.
Auf der ersten Seite ist neben den Schriftzeilen eine Miniatur abgebildet, die Liudger,
den Gründer der Abtei Werden im bischöflichen Ornat und mit den Attributen
„Kirchenmodell und Gänse“ darstellt.
Auffallend ist bei dieser Miniatur, dass ein Fuchs eine der Gänse frisst.
Dies ist sicherlich kein Thema des Chorgebets aber der Fuchs ist in dieser Zeit ein weit
verbreitetes Symbol für Falschheit und Häresie, die Falsch-Auslegung der Bibel.
In den Chorgestühlen der Klöster findet man zahlreiche Darstellungen, die sogar
den Fuchs als Prediger und Mönch darstellen, vielleicht sogar eine Form von
Selbstkritik oder Warnung vor falschen Propheten.