Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript.
Startseite_Entw_2_klein Kopie.jpgHintergrund-Glatt Kopie.jpg
Vorträge: 2012 1. Dienstag 10.01.2012 Horst Bühne, Stadtbildstelle Essen Paul Hofmann, Kinemathek Historische Filmdokumente der 1920-er Jahre Werden 1928 Steele 1921 Stadtwaldfest 1926 Große Überraschung brachte beim Abbruch eines Hauses in Rellinghausen der Fund von drei historischen Zelluloid-Filmen aus den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die Filme zeigen den Umzug einer Maifeier in Steele, Jugendsportwettkämpfe in Stadtwald und Ansichten des Werdener Stadtbildes von 1928, noch vor der Eingemeindung. Durch sorgfältige Konservierung und Übertragung auf moderne Medien durch Horst Bühne von der Stadtbildstelle Essen und Paul Hofmann von der Kinemathek Essen ist es nun möglich, einen Blick in die Filmdokumente der 1920-er Jahre zu werfen. Sie geben einen Einblick in das Leben in Essen zu dieser Zeit und werden von den Referenten dokumentierend und erklärend begleitet. 2. Dienstag, 14.02.2012 Siegfried Rhein, Dipl. Math. Kulturgemeinde Essen-Werden Die Tuchmacher Wiese - bedeutende Werdener Zwar gehörte die Tuchfabrik der Familie Wiese nicht zu den größten in Werden. Unbestritten aber ist ihre herausragende Bedeutung für ihre Heimatstadt. Doch: Jeder kennt zwar die Villa Wiese, mancher weiß, dass ihnen eine Fabrik an der Stelle des alten Kastells an der Werdener Stadtmauer gehörte. Und was war sonst? Der Vortrag will hierzu Antworten geben. Siegfried Rhein, Vorstandsmitglied der Kulturgemeinde und Vorsitzender des Fördervereins Bürgermeisterhaus“, ist den Spuren der Tuchmacherfamilie nachgegangen und setzt mit seinem Vortrag die Reihe Bedeutende Werdener“ fort. 3. Dienstag, 13. 03.2012 Prof. Dr. Ing. Felix Schneider, Essen-Werden Ägypten eine Annäherung “Ägypten ist ein Geschenk des Nils“ ein Blick auf die Karte bestätigt Herodots vielzitierten Satz. Dem Priester Manetho ist eine Zeitachse für den Gang des historischen Geschehens im Niltal zu verdanken: seine Königsliste berichtet von dreißig Dynastien vom Reichsgründer bis zu Alexander. Dynastien werden zu Epochen zusammengefasst: Altes, Mittleres und Neues Reich. Die Wertschätzung der Dynastien richtet sich wesentlich nach deren Bedeutung für die Stabilität des Reiches. Die Hinterlassenschaften der Pharaonen, ihre Bauwerke, Reliefs, Skulpturen geben dem Bild Alt-Ägyptens eine großartige Farbigkeit. Durch eine hochentwickelte Schrift sind Texte zum diesseitigen und jenseitigen Leben überliefert. Sich dem Alten Ägypten“ zu nähern ist ein längerer Weg, aber ein interessanter. Der Vortrag versucht, einige Wegweiser aufzustellen. Prof. Dr. Schneider ist durch viele Reisen ein Kenner Ägyptens, das vielen von uns nur durch den Geschichtsunterricht oder aktuelle Informationen in den Medien bekannt ist. 4. Dienstag, 08.05.2012 Prof. Dr. Stefan Klöckner, Essen Folkwang-Universität der Künste Minnesang Weltliche Musik des Mittelalters Mit Wintersemester 2011/12 beginnt an der Folkwang-Universität der Künste ein neuer Studiengang `Musik des Mittelalters, der sich der Praxis und Theorie geistlicher und weltlicher Musik zwischen 900 und 1350 widmet. Nachdem im Kontext der Kulturhauptstadt RUHR 2010 sehr ausführlich das erste Zeugnis abendländischer Mehrstimmigkeit, die aus dem Kloster Werden stammende `Musica enchiriadis, thematisiert worden ist, steht mit diesem Vortrag die weltliche Musik des Mittelalters im Zentrum: Welche Formen gab es, welche handschriftlichen Zeugnisse liegen vor, was können wir heute zu den Ausführenden sagen?" Prof. Dr. Stefan Klöckner, Theologe und Prorektor der Folkwang-Universität, Leiter des Instituts für Gregorianik an der Folkwang- Universität, führt uns in die spannende Geschichte der weltlichen abendländischen Musik ein. 5. Dienstag, 12.06.2012 Michael Buhlmann, Universität Essen Dozent für mittelalterliche Geschichte Hildigrim Bruder des Heiligen Liudger Hildigrim, der jüngere Bruder des Liudger, steht zu Unrecht im Schatten des Heiligen. Als Mitglied einer Priesterfamilie“ verfolgte auch Hildigrim eine geistliche Laufbahn im Frankenreich Kaiser Karls des Großen Er begleitete Liudger nach Rom und Montecassino, findet in den frühen Werdener Traditionsurkunden als Diakon Erwähnung und wurde im Jahr 802 Bischof von Châlons-sur-Marne. Hildigrim unterstützte seinen Bruder bei der Gründung des Werdener Klosters und erscheint dort nach dem Tod Liudgers als Klosterleiter und Erbauer der Stephanskirche. Wie Liudger wurde Hildigrim nach seinem Tod in Werden beigesetzt, seine 1783 zerstörte Grabtumba in der Außenkrypta der Werdener Abteikirche trug eine mittelalterliche Inschrift, die Hildigrims Verdienste denen Liudgers gleichstellt. Michael Buhlmann war bis 1997 Dozent für mittelalterliche Geschichte an der Universität Essen und Mitarbeiter an Projekten des Landschaftsverbands Rheinland und des Westfälischen Instituts für Regionalgeschichte. Vielen Werdenern ist er durch zahlreiche Veröffentlichungen über die Werdener und Essener Geschichte bekannt. 6. Dienstag, 11.09.2012 Dr. Cordula Brand, Essen Archäologin Archäologie in Werden Ausgrabungen auf dem Abteihof Arbeitstitel Mit großem Interesse verfolgte die Werdener Bevölkerung die Ausgrabungen auf dem Abteihof, dort wo sich jetzt das Gebäude der Zentralbibliothek der Folkwang-Universität der Künste erhebt. Tief unter den Fundamenten des ehemaligen Südflügels der Strafanstalt fand man mittelalterliche Spuren aus der Frühzeit der Abtei Werden. Fundamente, Wasserläufe und Kanäle, ja sogar ein Fischteich mit technischem Zubehör wurden hier wieder ans Tageslicht gebracht. Dr. Cordula Brand, die schon seit langer Zeit Ausgrabungen in Werden durchgeführt und geleitet hat, wird über die Erkenntnisse berichten, die die Bodenfunde für die Werdener Geschichte gebracht haben und eine kleine Sensation für die Stadtarchäologie darstellen. 7. Dienstag, 13.11.2012 Andrea Wegener, M.A. - Kunsthistorikerin Domschatzkammer Essen Schatzkammer Werden Totentänze Die Beinhaus-Kapelle in mittelalterlichen und neuzeitlichen Totentänzen Allerheiligen, Totensonntag und Volkstrauertag sind in unserem Kalender besonders im Monat November ein fester Bestandteil des abendländischen Brauchtums, das in den Kunstgattungen Musik und Malerei zahlreiche Facetten zeigt. Die Darstellung mehrerer zum Tanz aufspielender Toter vor dem Beinhaus, auf die sich die Prozession der Totentanzpaare zubewegt, ist eine Form der bildlich musikalischen Untermalung des Totentanzes und steht am Beginn zahlreicher Totentänze im oberdeutschen Raum. Genannt seien beispielsweise der Totentanz des Dominikanerklosters in Basel um 1440 und jener des Dominikanerklosters in Bern, entstanden zwischen 1516 und 1519. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Verbreitung des Beinhauses in den monumentalen Totentänzen und fragt danach, ob das Vorkommen regional oder durch den Bezug zu den mittelalterlichen Predigerorden bestimmt war. Der Sinn und Zweck der Beinhausmusik geht sicherlich über die Funktion von musikalischer Einleitung und Hinweis auf das Ziel des Tanzreigens hinaus. Vielmehr scheinen hier mehrere Vorstellungen ineinander zu fließen, zu deren Wurzeln auch die Weltgerichtsdarstellungen gerechnet werden müssen. 8. Dienstag, 11.12.2012 Prof. Till Engel, Folkwang-Universität Essen-Werden Gesprächskonzert Claude Debussy Rausch der Klangfarben Die beliebten und gut besuchten Gesprächskonzerte von Prof. Engel bilden seit Jahren den musikalischen Abschluss unseres Veranstaltungsprogramms. An Hand ausgewählter Beispiele wird Prof. Engel den Komponisten Claude Debussy (1862-1918) vorstellen, dessen Geburtstag sich zum hundertfünfzigsten Mal jährt. Claude Debussy ist ein Komponist des Impressionismus und seine Musik gilt als Bindeglied zwischen Romantik und Moderne.